KI BEI
SHOPMACHER
Wie die Shopmacher mit Künstlicher Intelligenz arbeiten
KI als Werkzeug, nicht als Ersatz
Künstliche Intelligenz verändert die Art, wie digitale Produkte entstehen. Die Shopmacher setzen KI gezielt ein, um Commerce-Plattformen schneller, besser und datengetriebener zu entwickeln. Dabei gilt ein klares Prinzip: KI unterstützt, der Mensch entscheidet. Was das konkret bedeutet, wie der Arbeitsalltag aussieht und welche Strukturen dafür sorgen, dass KI verantwortungsvoll eingesetzt wird, zeigt dieser Überblick.
Für die Shopmacher ist KI eine unterstützende Technologie. Sie hilft bei der Analyse, beschleunigt Entwicklungsprozesse und erzeugt Entwürfe für Code, Content und Testfälle. Die fachliche Verantwortung bleibt in jedem Fall beim Menschen. Kein KI-generiertes Ergebnis verlässt das Haus, ohne von einer qualifizierten Person geprüft und freigegeben worden zu sein. Das gilt für Kundenplattformen genauso wie für interne Konzepte, Angebote und Dokumentationen.
Dieser Ansatz ist bewusst gewählt: KI-Systeme arbeiten probabilistisch, sie liefern Antworten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig sind. In vielen Kontexten reicht das. Wenn es um Verträge, technische Spezifikationen oder Kundenkommunikation geht, reicht wahrscheinlich aber nicht. Deshalb prüfen die Shopmacher jeden KI-generierten Output fachlich, bevor er weiterverwendet wird.
Sechs Grundprinzipien für den KI-Einsatz
Der Umgang mit KI bei Shopmacher basiert auf sechs Grundprinzipien, die in einer unternehmensweiten KI-Richtlinie verankert sind.
Das erste Prinzip ist menschliche Verantwortung. KI trifft keine Alleinentscheidungen bei Kundenfragen, Geschäftsentscheidungen oder rechtlichen Belangen. Jede KI-Anwendung hat eine verantwortliche Person, die das Ergebnis prüft und freigibt.
Das zweite Prinzip ist Transparenz. Die Shopmacher dokumentieren, welche KI eingesetzt wird, mit welchen Inputs und mit welchen Ergebnissen. Kunden werden informiert, wenn KI einen wesentlichen Beitrag geleistet hat. Dokumente, die überwiegend durch KI erstellt wurden, erhalten einen entsprechenden Vermerk.
Das dritte Prinzip betrifft Sicherheit und Stabilität. Kein KI-System wird ungetestet in der Produktion eingesetzt. Vor jedem Einsatz findet eine Risikobewertung statt, Änderungen werden kontrolliert und Ausfallszenarien mitgedacht.
Datenschutz und Vertraulichkeit bilden das vierte Prinzip. Die bestehenden Datenschutzrichtlinien gelten vollumfänglich. Personenbezogene Daten werden nur im erlaubten Rahmen verarbeitet. Sensible Unternehmens- oder Kundendaten werden nicht unkontrolliert in externe KI-Systeme eingegeben.
Das fünfte Prinzip ist Fairness und Qualität. KI-Systeme werden auf diskriminierende Effekte überprüft, und kundenrelevante Ergebnisse unterliegen einer fachlichen Qualitätskontrolle.
Das sechste Prinzip folgt dem Whitelist-Ansatz. Nur freigegebene KI-Tools aus einem zentralen KI-Register dürfen für geschäftliche Zwecke genutzt werden. Jedes neue Tool durchläuft eine Bewertung durch die KI-Verantwortlichen, bevor es zum Einsatz kommt.
KI-Kompetenz: Der Shopmacher KI-Führerschein
Die Shopmacher setzen nicht nur Technologie ein, sie investieren auch gezielt in die Kompetenz ihres Teams. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter absolviert einen verpflichtenden KI-Führerschein. Dieses Schulungsprogramm vermittelt ein solides Grundverständnis von KI und generativen Systemen, zeigt Chancen und Grenzen auf und schult den verantwortungsvollen Umgang im Arbeitsalltag.
Der KI-Führerschein wird durch eine Prüfung bei der International Certification Organization (ICO) validiert und ist Voraussetzung für die Nutzung freigegebener KI-Tools im Unternehmen. Je nach Rolle gibt es unterschiedliche Formate: eine kompakte E-Learning-Variante für alle Mitarbeitenden und eine erweiterte Version mit vertieftem Governance- und Compliance-Wissen für KI-Verantwortliche und Führungskräfte.
Damit erfüllen die Shopmacher bereits heute die Anforderungen aus Artikel 4 des EU AI Act, der seit Februar 2025 ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz für alle Anbieter und Betreiber fordert.
Governance: Leitplanken mit Freiraum
Die KI-Governance bei Shopmacher folgt einem Leitgedanken: klare Regeln, die Orientierung geben, ohne Innovation zu bremsen. Das bedeutet strukturiertes Arbeiten mit KI, das Freiraum für Kreativität und Experimentieren lässt.
Im Zentrum steht ein KI-Managementsystem, das sich an ISO/IEC 42001:2023 orientiert. Es umfasst die sechs Grundprinzipien, ein zentrales KI-Register mit Freigabeprozess, den verpflichtenden KI-Führerschein sowie ein strukturiertes Feedback- und Incident-Management. Auffälligkeiten, Fehler und Verbesserungsvorschläge werden über definierte Meldewege erfasst, bewertet und in konkrete Maßnahmen überführt.
Verantwortlich für die KI-Governance ist der CTO Manuel Ludvigsen-Diekmann, der als dreifach ICO-zertifizierter KI-Experte nach ISO/IEC 42001:2023 (AIMS Officer, AI Compliance Expert, AI Manager) die strategische Weiterentwicklung und operative Umsetzung verantwortet.
KI-Hygiene: Bewusst entscheiden, wann KI nicht zum Einsatz kommt
Ein verantwortungsvoller Umgang mit KI bedeutet auch zu wissen, wann man sie besser nicht einsetzt. Die Shopmacher haben dafür fünf Hygiene-Regeln definiert, die im Alltag als Orientierung dienen.
Persönliche Kommunikation wird selbst geschrieben. Geburtstagswünsche, Danksagungen und persönliches Feedback kommen vom Menschen, nicht von der Maschine. Zwischenmenschliche Beziehungen verdienen echte Worte.
KI-Output wird nicht ungeprüft weitergereicht. Was an Kolleginnen und Kollegen, Kunden oder Partner geht, muss inhaltlich durchdrungen und in eigenen Worten aufbereitet sein. Oberflächlich generierte Texte, die andere erst mühsam interpretieren müssen, sind bei Shopmacher unter dem Begriff „Workslop“ bekannt und ausdrücklich nicht erwünscht.
Roher KI-Output wird nicht ungefragt an andere weitergeleitet. Jeder Mensch kann selbst ein Sprachmodell befragen und braucht dafür keine Zwischenhändler. Die eigenen Überlegungen mithilfe von KI prüfen und verfeinern ist in Ordnung, aber „Ich habe mal ChatGPT gefragt“ ist kein Beitrag in einer Fachdiskussion.
Wenn der Denkprozess selbst wertvoll ist, wird auf KI verzichtet. Strategische Überlegungen, Konzeptarbeit und Lernprozesse profitieren davon, dass Menschen sie selbst durchlaufen. Der Erkenntnisgewinn durch eigenes Denken ist wertvoller als die Zeitersparnis durch Delegation.
Und wenn eine Antwort garantiert richtig sein muss, wird sie von Fachleuten verifiziert. Sprachmodelle liefern wahrscheinliche Antworten, keine garantierten. Bei rechtlichen Aussagen, Vertragsdetails oder sicherheitsrelevanten Entscheidungen liegt die Verantwortung beim Menschen.
Die fünf Knigge-Regeln
Jahrhundertelang galt eine einfache Konvention: Wer einen längeren Text schreibt, hat sich Mühe gemacht. Generative KI verändert das grundlegend, weil sich in Sekunden seitenlange Nachrichten erzeugen lassen. Zum ersten Mal in der Geschichte kann ein Text der empfangenden Person mehr Aufwand abverlangen als der absendenden.
Mit dieser Asymmetrie sollte man bewusst umgehen. Menschen, die einem wichtig sind, haben keinen KI-generierten Text verdient. In zwischenmenschlichen Beziehungen hat Effizienz keinen Platz.
Für uns bedeutet das: Persönliche Nachrichten an Kolleginnen und Kollegen, an Kunden oder Partner werden selbst geschrieben. Geburtstagswünsche, Danksagungen, Feedback und persönliche Einschätzungen kommen vom Menschen, nicht von der Maschine.
Der Begriff „Workslop" (geprägt 2025 von Forschenden aus Stanford und den BetterUp Labs) beschreibt ein wachsendes Problem: Angestellte schicken sich gegenseitig KI-generierte Berichte, Präsentationen und E-Mails. Auf den ersten Blick wirken diese Ergebnisse strukturiert und eloquent, bei genauerem Hinsehen entpuppen sie sich als oberflächlich und oft unbrauchbar.
Das Problem ist die verschobene Last: Die Empfängerinnen und Empfänger müssen den KI-generierten Inhalt mühsam interpretieren und auf Substanz prüfen. Die Produktivität des gesamten Teams leidet. KI darf die eigene Arbeit unterstützen, aber das Ergebnis, das an andere weitergegeben wird, muss vom Absender inhaltlich durchdrungen, geprüft und in eigenen Worten aufbereitet sein.
„Ich habe mal ChatGPT gefragt, und das ist die Antwort" ist kein akzeptabler Beitrag in einer Fachdiskussion. Wer KI-Output ungeprüft weiterreicht, zeigt damit vor allem, dass er oder sie sich nicht die Mühe gemacht hat, selbst nachzudenken. Das ist vergleichbar mit der Aussage: „Ich habe das erste Google-Suchergebnis kopiert, ohne es zu lesen."
Die Faustregel lautet: Die eigenen Überlegungen mithilfe von KI prüfen und verfeinern ist in Ordnung. Rohen KI-Output an andere weiterleiten, die nicht darum gebeten haben, ist es nicht. Jeder Mensch ist selbst in der Lage, ein Sprachmodell zu fragen, und braucht dafür keine Zwischenhändler.
Die Forschungslage ist mittlerweile eindeutig: Wenn man Denkarbeit an Sprachmodelle auslagert, werden andere und weniger Areale im Gehirn aktiv. Paper zusammenfassen, Gedanken strukturieren, Gesprächsnotizen entwirren, Recherchedossiers erstellen, all das kann KI unterstützen. Es bleibt aber weniger hängen, wenn man den Denkprozess selbst nicht durchläuft.
Deshalb gilt: Wenn genügend Zeit vorhanden ist und das Thema wichtig ist, sollte man auf den Einsatz von Sprachmodellen verzichten. Der Erkenntnisgewinn durch den eigenen Denkprozess ist wertvoller als die Zeitersparnis durch Delegation an eine Maschine. Das betrifft insbesondere strategische Überlegungen, Konzeptarbeit und Lernprozesse.
Moderne Sprachmodelle konfabulieren seltener als ihre Vorgänger, bleiben aber probabilistische Systeme, die Antworten geben, die wahrscheinlich richtig sind. Für viele Einsatzzwecke ist das ausreichend, für manche ist es katastrophal.
Eine Antwort, die zu 98 Prozent richtig ist, reicht in vielen professionellen Kontexten nicht aus. Das gilt besonders für rechtliche Aussagen, medizinische Informationen, Vertragsdetails, Finanzberechnungen und sicherheitsrelevante Entscheidungen. Sprachmodelle sind für solche Szenarien nur dann geeignet, wenn sie durch RAG-Systeme mit verifizierten Quellen eingehegt und durch menschliche Expertise ergänzt werden.
Für uns bedeutet das konkret: KI-generierte Inhalte in Angeboten, Verträgen, technischen Spezifikationen und Kundenkommunikation müssen immer fachlich geprüft werden. Die Verantwortung für die Richtigkeit liegt beim Menschen, nicht bei der Maschine.
Zusammenfassung für den Alltag
Die fünf Regeln lassen sich zu einem einfachen Prüfschema verdichten. Bevor KI eingesetzt wird, sollte man sich fragen: Geht es um eine persönliche Beziehung? Dann selbst schreiben. Wird das Ergebnis an jemanden weitergegeben? Dann inhaltlich durchdringen und in eigene Worte fassen. Hat die andere Person um KI-Output gebeten? Falls nicht, eigene Gedanken formulieren. Ist der Denkprozess selbst wertvoll? Dann selbst denken. Muss die Antwort garantiert richtig sein? Dann verifizieren oder auf KI verzichten.
Warum das wichtig ist
Für Kunden der Shopmacher bedeutet dieser Ansatz: Sie arbeiten mit einem Partner, der KI-Potenziale konsequent nutzt, ohne Qualität oder Verantwortung abzugeben. Jedes Ergebnis wird fachlich geprüft, jeder Einsatz dokumentiert und jedes Tool vorab bewertet. Das schafft Vertrauen und Transparenz.
Für Talente, die ein technologisch fortschrittliches Umfeld suchen, zeigt sich: Bei Shopmacher ist KI kein Buzzword, sondern gelebter Alltag mit klaren Strukturen. Wer hier arbeitet, wird geschult, darf experimentieren und gestaltet aktiv mit, wie KI in der E-Commerce-Entwicklung eingesetzt wird.
Erstellt unter Hinzunahme von KI — geprüft und freigegeben durch Manuel Ludvigsen-Diekmann, CTO.
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