Interquell Petfood
16-Monats-Großprojekt statt 6-Monats-MVP. Und alle sind zufrieden.
Warum schaltet man ein Highend-CMS ab, wenn man in seinen Online-Shops für B2C- und B2B-Kunden künftig noch mehr Fokus auf individualisierten Content legen will? Mit welchem Tool baut man am besten eine ambitionierte Loyalty-Welt auf? Und wie schafft man es, dass ein Shop-Relaunch und die Einführung eines neuen ERP parallel laufen? Interquell Petfood hat zusammen mit den Shopmachern auf all diese Fragen eine Antwort gefunden.
3 neue Shops / 15 Sales Channels
Ergebnis
2024
Go-Live
Shopware 6
Shopsystem
Talon.One
Promotion-Engine
Projekt-Highlights
- Nutzung des eigenen SW6-CMS
- Umsetzung Loyalty-Welt auf Basis von Talon.One
- Integration von B2B- und B2C-Shop auf einer Plattform
Projekt in Zahlen
Technologie-Stack
Leistungs-Bausteine
Über Interquell Petfood
Interquell Petfood ist ein führender Anbieter hochwertiger Tiernahrung, der sich der Gesundheit und dem Wohlbefinden von Hunden und Katzen verschrieben hat. Mit den vier Marken Happy Dog, Happy Cat, Goood und FischFit ernährt das Unternehmen täglich Millionen von Hunden, Katzen und Fischen. Über seine Online-Shops Goood-Petfood.de, Happydog.de und Happycat.de hat sich das Unternehmen eine treue Community aufgebaut - sowohl im Endkundengeschäft als auch im B2B-Bereich, etwa mit Tierärzten, Züchtern oder Händlern.
Herausforderung
Die bisherigen Shops des Herstellers waren in die Jahre gekommen: Die bisherigen Shops liefen auf Shopware 5 - einer Plattform, deren Lebenszyklus sich dem Ende näherte und die mittelfristig keine stabile, updatefähige Lösung mehr bot. Für Interquell war klar: Es braucht eine moderne Architektur mit besserer Performance, verschlankten Workflows und langfristiger Updatefähigkeit. Zudem plante das Unternehmen die Einführung eines neuen ERP-Systems (Xentral) und den Aufbau einer individuellen Loyalty-Welt - ein anspruchsvolles Vorhaben, das viele Teams, Systeme und Anforderungen vereinte. "Man kann sich dieses Projekt vorstellen wie eine Brücke, die von beiden Enden in zwei Teilstücken aufeinander zugebaut wird", erklärt Sabine Götz, Lead Consultant New Business bei den Shopmachern. "Die Kunst besteht darin, sich am Ende wirklich passgenau zu treffen."
Man kann sich dieses Projekt vorstellen wie eine Brücke, die von beiden Enden in zwei Teilstücken aufeinander zugebaut wird. Die Kunst besteht darin, sich am Ende wirklich passgenau zu treffen.
Sabine Götz
Interquell
Umsetzung
Da die alten Shops nur noch instabil liefen, sollten sie innerhalb von sechs Monaten durch ein Minimum Viable Product (MVP) ersetzt werden. Nach einem kurzen Health-Check des bestehenden Techstacks durch die Shopmacher stellte sich jedoch heraus: Mit minimalem Aufwand konnten die Auftritte so stabilisiert werden, dass sie zumindest noch eine Weile sicher weiter betrieben werden konnten. "Das hat uns Zeit verschafft, das gesamte Projekt sauber zu planen", erklärt Sabine Götz, Lead Consultant New Business bei den Shopmachern. "Statt eine Hauruck-Aktion umzusetzen, konnten wir in Ruhe alle Systeme und deren Prozesse und Workflows hinterfragen, verschlanken und optimieren."
Diese Zeit war gut investiert, denn die Anforderungen an die neuen Shops waren vielfältig. Sie sollten nicht nur die Bedürfnisse von Tierhaltern berücksichtigen, sondern auch die Zusammenarbeit mit B2B-Kunden wie beispielsweise Tierärzten, Züchtern, Händlern oder Hundeschulen erleichtern - und das nicht nur in Deutschland, sondern international in insgesamt 15 Channels, von Großbritannien über Indonesien bis nach Ungarn. So sollte beispielsweise ein automatisierter Genehmigungsprozess für verschreibungspflichtige Produkte wie Spezialfutter mit Tierärzten umgesetzt werden.
Ein besonderes Augenmerk im Projekt lag auf dem Content Management System. Denn dem Tierfutteranbieter war es wichtig, seine unterschiedlichen Zielgruppen im Shop individuell ansprechen zu können. Zudem mussten für die vielen internationalen Teams individuelle Rollen- und Rechtestrukturen eingerichtet werden. Trotz der komplexen Anforderungen entschieden sich die Projektpartner gemeinsam für einen ungewöhnlichen, aber pragmatischen Schritt: Das bisherige Content Management System wurde trotz seiner immensen Funktionsvielfalt abgeschaltet und durch das integrierte CMS von Shopware 6 ersetzt. "Beim alten CMS war vor allem das Caching nicht sauber implementiert", erklärt Sabine Götz. "Dadurch war der Shop sehr langsam. Um das Problem zu beheben, hätten wir das Caching komplett neu aufsetzen müssen."
Darüber hinaus hatte das integrierte Content Management System von Shopware 6 in den Augen der Verantwortlichen einen großen USP: Durch die direkte Anbindung an den Rule Builder, ein Tool, mit dem sich verschiedene Geschäftsregeln und Prozesse automatisch steuern lassen, können Arbeitsabläufe effizienter und besser aufeinander abgestimmt werden. Dazu zählen beispielsweise Rabattaktionen, die Anpassung der Versandkosten je nach Lieferort oder Warenkorb, Produktverfügbarkeitsanzeigen für bestimmte Kundengruppen oder die dynamische Anpassung der verfügbaren Zahlungsoptionen.
Ein weiterer strategischer Schwerpunkt war die Einführung einer Loyalty-Welt. Nach eingehender Evaluierung aller verfügbaren Lösungen entschied sich Interquell Petfood für die Promotion-Engine Talon.One. "Bei der Anforderungserhebung haben wir gesehen, dass das Unternehmen viele, auch ungewöhnliche, Promotions einsetzt", sagt Sabine Götz. "Es ist zwar nicht ausgeschlossen, das alles auch mit Shopware hinzubekommen, aber es blieb das Risiko, dass wir die eine oder andere Aktion so nicht abbilden können und diese dann aufwendig und fehleranfällig entwickeln müssen. Durch die Implementierung von Talon haben wir uns einen Werkzeugkoffer geschaffen, mit dem wir heute und in Zukunft einfach jede verrückte Aktion realisieren können."

Ergebnis
Aus dem ursprünglichen sechsmonatigen MVP wurde schließlich ein 16-monatiges Großprojekt - mit Happy End. Workflows wurden automatisiert, Prozesse verschlankt und stabilisiert, die Auftragsabwicklung erleichtert, das Shopmanagement vereinfacht und die Kundenbindung auf ein neues Level gehoben. Auch die Anbindung an Xentral verlief ohne Komplikationen. Dass die Zusammenarbeit so reibungslos funktionierte, ist in den Augen von Sabine Götz vor allem auf perfektes Teamplay und Realitätssinn zurückzuführen: "Bei einem so langen Projektes dreht sich die Zeit weiter - und das schneller als einem lieb ist", sagt sie. "Es gibt neue Anforderungen von Stakeholdern oder äußere Einflüsse, die scheinbar aus dem Nichts kommen. Hier gilt es, gut abzuwägen und dem Leitstern der Vision mit einem gewissen Pragmatismus zu folgen."
Schon jetzt gibt es Pläne für den weiteren Ausbau der Shops. So soll ein Product Information Management System eingeführt werden, um die Qualität der Produktdaten zu verbessern, es gibt neue Ideen für das Loyalty-Programm und auch die Internationalisierung soll weiter vorangetrieben werden. Pragmatismus und Realitätssinn werden auch hier gefragt sein.
Ähnliche Herausforderung?
Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie wir Ihr Commerce-Projekt voranbringen können.
Das könnte dich auch interessieren

Partner: Shopware
Shopware-Enterprise-Partner seit 2014.

Die Guesswork Trap: Warum digitale Projekte scheitern, bevor sie beginnen
Die meisten Digitalprojekte scheitern nicht an der gewählten Technologie, sondern an einer gefährlichen Mischung aus unklaren Ausgangslagen, vagen Anforderungen und unklaren Zuständigkeiten.

Crew Power: Warum die beste Strategie ohne die richtige Mannschaft scheitert
In der Praxis entscheiden häufig nicht Tools oder Budgets über den Erfolg, sondern Menschen.