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SPORT 2000

Wie Sport 2000 die MACH-Idee mit Leben füllt

sport2000.de

Sportberatung auf Augenhöhe — das ist die Mission von SPORT 2000, mit über 3.500 Stores in 22 Mitgliedsländern einer der führenden europäischen Handelskooperationen unter dem Dach der ANWR Group. Ziel ist es, Kunden europaweit nicht nur Zugang zu exklusiven Marken und neuesten Trends in den Bereichen Bike, Fitness, Lifestyle, Running, Outdoor und Ski zu bieten, sondern durch die Beratung von begeisterten Sportlern und mit Unterstützung innovativer Technologien ein einzigartiges Einkaufserlebnis zu kreieren und allen Kunden die Produkte zu verkaufen, die perfekt auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind.

B2C Online-Shop für Sportartikel

Ergebnis

2022

Go-Live

commercetools

Shopsystem

Algolia

Suche

Akeneo

PIM

SPORT 2000 Logo

Projekt-Highlights

  • 100% MACH in allen Komponenten
  • Komplexe Suche und Filtermöglichkeiten
commercetoolsShopsystem
MACH-PrinzipAnsatz
1966gegründet
2,77 Mrd. EuroUmsatz 2021

Technologie-Stack

B2CInternational

Leistungs-Bausteine

Beratung SystemarchitekturTechnische Konzeption & AnforderungsmanagementUmsetzung Front- und BackendTechnischer Support und Ausbau seit Launch

Herausforderung

Die Verbundgruppe wollte sich online komplett neu aufstellen und innerhalb kürzester Zeit ein vollumfängliches Online-Business-System auf die Beine stellen, das sich mit den Best-Practise-Benchmarks aus der Branche messen kann, Kunden einen echten Mehrwert bietet und die Kompetenz der stationären Einzelhändler über diverse Plattformen hinweg widerspiegelt. Gleichzeitig wollte man dem Fachhandel eine einfache Möglichkeit bieten, ohne großen Aufwand an der Plattform zu partizipieren.

Ich weiß ja, wie behäbig die Monolithen sind. Andererseits wusste ich auch, dass die Verbindung diverser Module untereinander zu vielen Schnittstellen und damit gegebenenfalls auch zu Problemen führt. Doch der Vorteil, künftig schnell und flexibel agieren und neue Ideen schnell umsetzen zu können, hat überwogen.

Tim Wiese

E-Commerce-Manager, SPORT 2000

Umsetzung

Die Anforderungen waren mit Blick auf die Einbindung der stationären Einzelhändler mit ihrer Vielzahl an mehr oder weniger beratungsintensiven Produkten aus diversen Sportarten komplex und mit gängigen Standard-Shopsystemen kaum oder nur mit aufwändigen Individualentwicklungen möglich gewesen. Daher entschied sich die Verbundgruppe auf einen MACH-Stack, der verschiedene Best-of-Breed-Lösungen miteinander kombiniert.

Angesichts der Projektanforderungen fiel die Wahl auf einen Ansatz nach MACH-Prinzipien: Microservices-basiert, API-first, Cloud-native SaaS und Headless. Damit lassen sich für jede Aufgabe in der Prozesskette des Online-Shops Best-of-Breed-Ansätze nutzen. Zudem ist das Tech-Stack flexibel und schnell ausbau- und erweiterbar, die Abhängigkeit von einzelnen Software-Anbietern ist gering, Maintenance-Kosten werden reduziert und die Qualität der eingesetzten Tools ist maximal hoch.

Die 4 Prinzipien

Microservices

Module statt Monolith — jede Aufgabe wird separat gelöst.

API-first

Schnittstellen sind das Fundament, nicht der Nachgedanke.

Cloud-native SaaS

Keine eigene Infrastruktur, alles cloudbasiert.

Headless

Frontend und Backend sind entkoppelt — flexibel austauschbar.

SPORT 2000-E-Commerce-Manager Tim Wiese ließ sich für die Idee schnell begeistern. "Ich weiß ja, wie behäbig die Monolithen sind", erzählt er. "Andererseits wusste ich auch, dass die Verbindung diverser Module untereinander zu vielen Schnittstellen und damit gegebenenfalls auch zu Problemen führt." Doch der Vorteil, künftig schnell und flexibel agieren und neue Ideen schnell auf die Straße bringen zu können, hat schließlich überwogen.

Zu den großen Herausforderungen im Projekt zählte, die Daten zu Hunderttausenden von Produkten, die von diversen Herstellern in unterschiedlichsten Strukturen und Qualitäten zur Verfügung gestellt werden, so aufzubereiten, dass sie im Shop verwendet werden können. Und schon an dieser Stelle zeigen sich die Vorteile, verschiedene Best-of-Breed-Ansätze cloudbasiert miteinander kombinieren zu können. Die erste Station, die die Daten nehmen, ist die P2C-Plattform Productsup. Dort werden die Daten über verschiedene Regelwerte automatisch sortiert und bereinigt, so dass am Ende alle in der gleichen Struktur und Qualität zur Verfügung stehen. Anschließend fließen die Artikeldaten in das cloudbasierte PIM Akeneo. Dort werden sie ebenfalls mit diversen Regeln automatisiert bereinigt, kategorisiert, zusammengefügt, mit Bildern angereichert und veredelt. Ab einem bestimmten Veredelungsgrad gehen die Daten automatisiert und API-basiert über AWS in die zugrunde liegende Shopsoftware commercetools. "Durch den gesamten Prozess können wir sicherstellen, dass wir in commercetools wirklich saubere Artikeldaten nach höchsten Qualitätsstandards haben", erzählt Shopmacher-CTO Manuel Ludvigsen-Diekmann. "Und alles funktioniert vollautomatisiert nur nach Regelwerken".

Die Verknüpfung zwischen den Artikeldaten und den Preisen und Beständen aus dem ERP-System der SPORT 2000-Händler wird über ein von Shopmacher selbst entwickeltes, ebenfalls cloudbasiertes Tool gelöst, das als zentrale Schnittstelle fungiert. Sobald die verkaufsfähigen Produkte in commercetools vorliegen, werden sie automatisch an die cloudbasierte Suchmaschine Algolia weitergeleitet. "Das ist ein sehr mächtiges Tool, das Nutzern im Frontend sehr schnelle und sehr smarte Suchmöglichkeiten bietet", erklärt Ludvigsen-Diekmann. "Händler können zum Beispiel entscheiden, welche Attribute suchbar sind oder wie Filter bewertet werden sollen. Darüber hinaus kann Algolia auch lernen und automatisch Produkte vorschlagen."

Der Datenfluss vom Hersteller bis ins Frontend

Hersteller

Rohdaten in unterschiedlichen Strukturen

Productsup

Bereinigung & Sortierung

Akeneo

PIM: Anreicherung & Veredelung

commercetools

Shopsystem (via AWS)

Algolia

Suche & Empfehlungen

Frontastic

Frontend-as-a-Service

ERP-Connector verknüpft Preise und Bestände der SPORT 2000-Händler mit commercetools.

Alle Daten, die in Algolia ankommen, können automatisch auch schon in Frontastic genutzt werden, die SPORT 2000 als Frontend-as-a-Service-Lösung zur Visualisierung des Shops nutzt. Um zusätzlich zum statischen Content, der über Frontastic orchestriert wird, auch dynamische Inhalte generieren zu können, hat Shopmacher auch noch das Headless-CMS Hygraph eingebaut, über das das SPORT 2000-Team beispielsweise den kompletten Blogbereich pflegt. Texte, die für das Frontend gebraucht werden, fließen schnittstellenbasiert in Frontastic und auch in Algolia. Somit werden auch diese Inhalte für die Shopsuche sichtbar.

Best-of-Breed: Die Tools im Überblick

P2C-Plattform

Productsup

Sortiert und bereinigt Hersteller-Daten automatisch nach Regelwerten.

PIM

Akeneo

Veredelt, kategorisiert, fügt Bilder hinzu, automatisiert per Regel.

Shopsoftware

commercetools

Composable Backend mit sauberen Artikeldaten in höchster Qualität.

Suche

Algolia

Schnelle, smarte Suche mit konfigurierbaren Attributen und Lerneffekt.

Frontend-as-a-Service

Frontastic

Visualisiert den Shop, orchestriert statischen Content.

Headless CMS

Hygraph

Dynamische Inhalte wie Blog-Beiträge, fließt in Frontastic + Algolia.

Payment

Adyen

Cloudbasierte Zahlungsabwicklung, nahtlos eingebunden.

Custom by Shopmacher

ERP-Connector

Schnittstelle zwischen SPORT 2000-Händler-ERPs und commercetools.

Wenn User sich im Shop registrieren der Produkte bestellen, gehen die Daten den Cloudweg umgekehrt. Sie werden in commercetools aufgenommen und dann über das Datenverteilungstool der Shopmacher automatisiert auf nachliegende Backend-Systeme wie CRM oder ERP verteilt. Auch der Zahlungsdienstleister Adyen oder das E-Mail-Marketing arbeiten cloudbasiert. "Im Grunde drehen wir mit sechs bis acht verschiedenen Tools eine ziemlich große Prozessrunde", sagt Ludvigsen-Diekmann. "Und jedes Tool ist keine eierlegende Wollmilchsau, sondern hat eine einzelne Aufgabe, die es besonders gut bewältigt, und so seine Benefits zum Tragen bringt. Das ist der Best-of-Breed-Gedanke, der auf ein Ziel fokussiert: wirklich Qualität nach vorne auszustrahlen."

Der Order-Loop zurück — wenn ein User bestellt, läuft der Datenfluss umgekehrt:

  • commercetools nimmt die User- und Bestelldaten auf.

  • Datenverteilungstool (custom) verteilt automatisiert an Backend-Systeme.

  • CRM, ERP, Adyen, E-Mail-Marketing — alle cloudbasiert.

Im Grunde drehen wir mit sechs bis acht verschiedenen Tools eine ziemlich große Prozessrunde. Jedes Tool ist keine eierlegende Wollmilchsau, sondern hat eine einzelne Aufgabe, die es besonders gut bewältigt — der Best-of-Breed-Gedanke, der auf ein Ziel fokussiert: wirklich Qualität nach vorne auszustrahlen.

Manuel Ludvigsen-Diekmann

CTO, Shopmacher

Ergebnis

Die Hoffnung, mithilfe eines Best-of-Breed-Ansatzes bei der Shopentwicklung Tempo auf die Straße bringen zu können, hat sich erfüllt. In einer Projektzeit von nur sechs Monaten wurde ein stabiles und skalierbares Grundgerüst für den neuen Online-Auftritt aufgebaut. In den kommenden Monaten geht es darum, dieses Gerüst zu nutzen, um die USP der Verbundgruppe im Web sichtbar zu sein. Die Sorge vor Schnittstellenproblemen, die Projektleiter Tim Wiese zu Beginn ein wenig Kopfschmerzen bereitete, erwies sich größtenteils als unbegründet. Stattdessen wurde die Basis gelegt, um dem Online-Wettbewerb mindestens auf Augenhöhe zu begegnen. Denn ein moderneres Tech-Stack hat aktuell kaum jemand auf dem Markt.

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