Komplexe Kundenstrukturen und strikte Regulierungen in der Medizintechnik - die bender gruppe benötigte eine B2B-Plattform, die diese Anforderungen nicht nur erfüllt, sondern auch mit dem Unternehmen wachsen kann. Gemeinsam mit Shopmacher entstand auf Basis von Emporix ein orchestriertes digitales Ökosystem mit Komfort für die Kunden und stabilen automatisierten Prozessen für die bender gruppe.
emporix
Commerce-System
MVP-Ansatz mit strikter Scope-Disziplin
Ansatz
6 Monate
Projektdauer
Projekt-Highlights
- Evaluierung, Architektur und Umsetzung des Shops inkl. PIM innerhalb von sechs Monaten
- Komplexe B2B-Strukturen mit mehrstufigen Kundenorganisationen
- Sortimente pro Standort
- Branchenspezifische Abrechnungsmodalitäten
- Fokussierter MVP-Ansatz mit strikter Scope-Disziplin
Über die bender gruppe
Die bender gruppe mit Sitz in Baden-Baden ist seit über 50 Jahren ein etablierter Partner für radiologische Produkte und Dienstleistungen. Das Familienunternehmen beliefert Praxen, Kliniken und medizinische Einrichtungen. Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der Belieferung von Kontrastmitteln, Radiopharmaka (CH), Verbrauchs-/Investitionsgütern, Erbringung von technischen und kaufmännischen Dienstleistungen sowie Softwarelösungen rund um die bildgebende Diagnostik.
Technologie-Stack
Leistungs-Bausteine
Herausforderung
Die Zusammenarbeit zwischen der bender gruppe und den Shopmachern startete mit einer Anfrage, die symptomatisch für viele mittelständische B2B-Unternehmen ist: Die veraltete Eigenlösung im E-Commerce wurde den steigenden Anforderungen nicht mehr gerecht.
Gerade im medizinischen Bereich ist die Komplexität hoch: Händler müssen sicherstellen, dass bestimmte Inhalte oder Produkte nur von medizinischem Fachpersonal gesehen oder bestellt werden dürfen. Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Abrechnungsmodalitäten, mehrstufige Kundenstrukturen sowie teilweise strikte Sortimentsrestriktionen. Darüber hinaus wurde die Produktdatenpflege zum damaligen Zeitpunkt vollständig im ERP abgebildet - mit entsprechendem Aufwand. Das Ergebnis: mangelnde Agilität bei sich ständig ändernden Regulierungen.
Die bender gruppe entschied daher, die Eigenlösung durch eine skalierbare B2B-Plattform zu ersetzen, die vom MVP für einen Pilotkunden bis zur späteren Internationalisierung in die Schweiz und nach Frankreich wachsen kann.
Von Anfang an bestand echtes Interesse an unseren Problemen und das Commitment, gemeinsam die für uns beste Lösung zu finden.
Steven Klix
Stellvertretender IT-Leiter, bender gruppe
Systemlandschaft
Emporix
Cloud-natives Headless-Commerce-System mit integrierter Orchestration Engine. Deckt die B2B-Anforderungen der bender gruppe nahezu vollständig out-of-the-box ab.
Centric PXM
Product Experience Management für die spezifischen Anforderungen an Variantendarstellung und Produktdatenpflege im medizinischen Umfeld.
Headless-Frontend
Komplette Eigenentwicklung der Benutzeroberfläche — vom Navigationskonzept bis zur Produktdarstellung, inklusive Abbildung der Abrechnungsmodalitäten.
Projektverlauf
Vom ersten Workshop bis zum produktiven Einsatz in sechs Monaten.
- Phase 1
Consulting & Workshops
Vision, MVP-Definition, Systemauswahl, Datenströme und Workflows in strukturierten Workshops erarbeitet. Use Cases gesammelt und priorisiert.
- Phase 2
Systemauswahl
Evaluierung verschiedener Lösungen. Entscheidung für Emporix (Commerce) und Centric PXM (Produktdaten) aufgrund technischer Passung und B2B-Fähigkeiten.
- Phase 3
MVP-Entwicklung
Fokus auf einen Pilotkunden mit 50 Standorten und 800 Artikeln. Geschlossener Shop mit personalisierten Bestellerlisten, Suchfunktionen und mehrstufiger Navigation.
- Mai 2025
Go-Live
Gradueller Rollout: erst ein einzelner Account zum intensiven Testen, danach sukzessive Freischaltung weiterer Kunden.
- Okt 2025
Produktkataloge
Einführung kundenspezifischer Produktkataloge: pro Kunde exakt definiert, welche Produkte sichtbar und bestellbar sind.
Umsetzung
Bevor ein System implementiert wurde, starteten die Shopmacher mit einer strukturierten Consulting-Phase. In mehreren Workshops legten sie gemeinsam mit der bender gruppe die Grundlage für das Projekt: Vision, MVP-Definition, Auswahl der passenden Commerce- und PIM-Systeme, Datenströme, Workflows sowie Rollen und Zusammenarbeit. Ein zentraler Teil dieser Phase war das Sammeln und Priorisieren konkreter Use Cases, auf deren Basis ein klarer MVP-Scope entstand.
Diese methodische Herangehensweise zahlte sich aus. Statt vorschnell in eine technische Lösung zu investieren, entstand zunächst ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen und den realistischen Projektumfang. "Von Anfang an bestand echtes Interesse an unseren Problemen und das Commitment, gemeinsam die für uns beste Lösung zu finden ", erinnert sich Steven Klix, stellvertretender IT-Leiter bei der bender gruppe, an die erste Phase. "Das strukturierte Vorgehen hat dabei Sicherheit gegeben. Und nebenbei konnten wir auch noch einige Arbeitsabläufe und Herangehensweisen optimieren."
Die Systemauswahl: Emporix überzeugt technisch und wirtschaftlich
Nach der Evaluierung verschiedener Lösungen fiel die Wahl auf Emporix - ein modernes, cloud-native aufgebautes Headless-Commerce-System, das die B2B-Anforderungen der bender gruppe nahezu vollständig out-of-the-box unterstützt. Programmieraufwand entstand vor allem bei der vollständigen Eigenentwicklung des Frontends, einschließlich der Abbildung der verschiedenen Abrechnungsmodalitäten. Auch der wartungsarme Betrieb durch die cloud-native Architektur und die integrierte Orchestration Engine für flexible Systemintegrationen sprachen bei der Systemauswahl für die Lösung. Beim PIM-System entschied sich die bender gruppe für Centric PXM. Die Software bot unter anderem die passendste Lösung für die spezifischen Anforderungen des Unternehmens an die Variantendarstellung.
Der MVP-Ansatz: Fokus statt Feature-Creep
Die Definition eines klaren MVP-Scopes war eine der kritischsten Projektentscheidungen. In Phase 1 konzentrierten sich die bender gruppe und die Shopmacher bewusst auf einen einzigen "Kunden Zero", der mit 50 Standorten und einem auf 800 Artikel begrenzten Sortiment starten sollte - ausschließlich für den deutschen Markt.
Der MVP wurde als geschlossener Shop umgesetzt: Zugänge werden ausschließlich von der bender gruppe vergeben, externe Nutzer können sich nicht selbst registrieren. Da der Shop keinerlei bestehende UX- oder UI-Vorgaben hatte, wurde die komplette Oberfläche von Grund auf neu entwickelt- vom Navigationskonzept bis zur Produktdarstellung.
Neben den grundlegenden Shopfunktionen umfasste das MVP-Setup insbesondere personalisierte Bestellerlisten sowie die Abbildung der Abrechnungsmodalitäten. Ein weiterer zentraler Bestandteil war die Umsetzung von Suchfunktionen über Produktattribute sowie die benutzerfreundliche Navigation über mehrere Ebenen.
Diese Disziplin zahlte sich aus. "Ein klar definierter Scope, der während des MVPs nicht größer wird, hat extrem geholfen, Deadlines einzuhalten", sagt Robin Fleischer, verantwortlicher Projektmanager bei den Shopmachern. "Teilweise wurden sogar noch Themen gestrichen, da sie für den ersten Kunden nicht benötigt wurden."
Projektumsetzung: Die Shopmacher als orchestrierendes Bindeglied
Die Entwicklung startete Mitte Dezember 2024. Mit wöchentlichen Jour-Fixes und engen Abstimmungen in der Setup-Phase wurde das Projekt in hoher Taktung umgesetzt. Eine Besonderheit war die Rolle der Shopmacher als zentraler Koordinator zwischen der bender gruppe, Emporix und Centric PXM.
Der offizielle Go-Live erfolgte am 7. Mai 2025 - mit einem graduellen Rollout. Zunächst erhielt ein einzelner Kunden-Account Zugang, um den Shop intensiv zu testen. Danach wurden sukzessive weitere Kunden freigeschaltet.
Ein wichtiger Meilenstein war die Einführung der Produktkataloge Ende Oktober 2025. Sie ermöglichen es, pro Kunde genau zu definieren, welche Produkte sichtbar und bestellbar sind - eine zentrale Anforderung bei großen Kundengruppen.
Die Emporix-Erfahrung: MACH-Partner mit starkem Support
Die Zusammenarbeit mit Emporix war sehr eng und intensiv: "Die Ansprechpartner haben uns jederzeit unterstützt, wenn es mal Probleme gab", lobt Robin Fleischer. "Auch Feature-Requests wurden akzeptiert, in die Roadmap eingeplant und anschließend zeitnah umgesetzt."
Auch die Zusammenarbeit mit der bender gruppe selbst verlief ausgesprochen konstruktiv. "Der Austausch war sehr offen und förderlich", fasst Fleischer zusammen. "Diverse Themen wurden zusammen ausgearbeitet und potenzielle Probleme früh gelöst." Sabine Götz, Lead Consultant New Business und Board Member der Shopmacher, ergänzt: "Vom ersten Gespräch bis zum Go-Live ist gerade einmal ein halbes Jahr vergangen - das zeigt, was möglich ist, wenn alle Parteien konzentriert zusammenarbeiten und Entscheidungen schnell getroffen werden."
Vom ersten Gespräch bis zum Go-Live ist gerade einmal ein halbes Jahr vergangen. Das zeigt, was möglich ist, wenn alle Parteien konzentriert zusammenarbeiten und Entscheidungen schnell getroffen werden.
Sabine Götz
Lead Consultant New Business & Board Member, Shopmacher
Ergebnis
Heute ist die Plattform produktiv im Einsatz. Rund 850 Bestellungen wurden bereits über die Plattform abgewickelt. Besonders die personalisierten Bestellerlisten wurden zum Lieblings-Feature der Kunden. Sortimente und Berechtigungen sind klar gesteuert und die Prozesse spürbar verschlankt.
"Was wir in den ersten zwölf Monaten gemeinsam erreicht haben, kann sich sehen lassen", sagt Andreas Berndt, IT-Leiter der bender gruppe. "Die Rückmeldungen unserer Kunden sind positiv, intern funktionieren die neuen Prozesse gut und damit ist der neue Shop ein Gewinn für alle Seiten."
Mit der neuen Architektur hat die bender gruppe eine solide Grundlage für den weiteren Ausbau geschaffen. Ein Retainer stellt sicher, dass Weiterentwicklungen kontinuierlich umgesetzt werden. 2026 sollen Kunden noch mehr Komfort und Transparenz erhalten.
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