Crew Power: Warum die beste Strategie ohne die richtige Mannschaft scheitert
Es mag wie eine Binsenweisheit klingen – unsere Erfahrung zeigt aber, dass diese Perspektive oft nicht ausreichend beachtet wird: In der Praxis entscheiden häufig nicht Tools oder Budgets über den Erfolg, sondern Menschen. Denn was bringt der modernste Tech-Stack, wenn das Team nicht adäquat besetzt ist?
„Nimm du ihn, ich hab ihn sicher“ – was auf dem Fußballplatz zu Gegentoren führt, sorgt in IT-Projekten für unnötige Kosten und Frust. Wer übernimmt welche Rolle? Welche Kompetenzen fehlen intern? Wie sieht die Schnittstelle zum Dienstleister wirklich aus? Wer diese Fragen erst während der Implementierung klärt, ist bereits in Rückenlage.
Die 4 Säulen der Crew Power
Um eine Mannschaft in den Performance-Modus zu bringen, betrachten wir bei den Shopmachern vier entscheidende Komponenten:
- Rahmenbedingungen & Prämissen:
Sind Deadlines, Compliance-Regeln und Meilensteine nicht nur im Kopf des Projektleiters, sondern für alle dokumentiert und verabschiedet? - Rollen & Skills (RACI):
Wer ist Responsible (verantwortlich), wer Accountable (entscheidungsbefugt)? Eine gelebte RACI-Matrix verhindert das gefährliche „Vakuum der Zuständigkeit“. - Kollaborations-Rahmen:
Scrum, Kanban oder Wasserfall? Welche Tools wie Jira oder Confluence werden wie genutzt? Transparenz entsteht nur, wenn Informations-Blackboxes („Das weiß nur der Klaus“) aufgelöst werden. - Qualitätsstandards:
Was bedeutet „fertig“? Ohne eine klare Definition of Done (DoD) und ein gemeinsames Verständnis von Fehlerklassen redet das Team sehr wahrscheinlich irgendwann im Laufe des Projekts aneinander vorbei.
Der Reifegrad-Check: Wo steht Eure Mannschaft?
Das „Gap to Good“ schließen
Ehrlichkeit bei der Crew ist die Basis für Budgettreue. Die Identifikation des Gaps – also der Lücke zwischen dem Ist-Zustand und dem Status „Ready“ – ist kein Zeichen von Schwäche, sondern der wichtigste Schritt zur Risikominimierung. Wer hier strukturiert investiert, spart später ein Vielfaches an Nacharbeit und Nerven.
Checkliste: Ist Ihre Crew bereit für die Mission?
- Gibt es eine Matrix, die Rollen und Entscheidungskompetenzen (RACI) klar trennt?
- Ist das Arbeitsmodell (z.B. Sprints, Daily Meetings) von allen Beteiligten akzeptiert?
- Sind die Qualitätskriterien (Definition of Ready/Done) schriftlich fixiert?
- Haben wir einen Plan, wie wir das Wissen von Klaus für alle verfügbar machen?
-
Die weiteren Perspektiven:
2. Die Ausgangslage: Warum ein Fundament aus Zahnstochern jedes Projekt zu Fall bringt
3. Klares Zielbild: Wo wollen wir am Ende stehen?
4. Lösungsweg: Wie bauen wir die Brücke zwischen IST und SOLL?
AUCH INTERESSANT
IT-Fachkräftemangel: zehn Tipps für konfliktfreies Offshoring
Statt im Inland händeringend nach Fachkräften zu suchen, die beispielsweise den eigenen Webshop weiterentwickeln, beschäftigen immer mehr Unternehmen Freelancer aus dem Ausland. Das allerdings birgt durchaus Konfliktpotenzial. SHOPMACHER-Geschäftsführer André Roitzsch weiß, welche Faktoren für die erfolgreiche Zusammenarbeit wichtig sind.
Ausbildung und Studium bei SHOPMACHER: Interview mit Katharina und Fynn
Fynn (Fachinformatiker) und Katharina (duale Studentin E-Commerce) sprechen über ihre Beweggründe, wie sie ihre Leidenschaft für IT und E-Commerce entdeckten und warum sie sich für SHOPMACHER entschieden. Praxisnahe Inhalte, die direkte Mitarbeit an Projekten und die unterstützende Teamatmosphäre sind für sie wichtige Benefits in ihrer Ausbildung.
Tipps für bessere Zusammenarbeit zwischen Design & Development
Am besten ist es, wenn Designer:innen und Entwickler:innen von Beginn an darauf achten und miteinander kommunizieren.
PAGE hat André Roitzsch, CEO bei SHOPMACHER, dazu vier Fragen gestellt.


