Case Study
bender gruppe
Wie die bender gruppe ihren B2B-E-Commerce in 6 Monaten modernisiert
Commerce-System
Ansatz
6 Monate
Projektdauer
Über die bender gruppe
Herausforderung
Gerade im medizinischen Bereich ist die Komplexität hoch: Händler müssen sicherstellen, dass bestimmte Inhalte oder Produkte nur von medizinischem Fachpersonal gesehen oder bestellt werden dürfen. Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Abrechnungsmodalitäten, mehrstufige Kundenstrukturen sowie teilweise strikte Sortimentsrestriktionen. Darüber hinaus wurde die Produktdatenpflege zum damaligen Zeitpunkt vollständig im ERP abgebildet – mit entsprechendem Aufwand. Das Ergebnis: mangelnde Agilität bei sich ständig ändernden Regulierungen.
Die bender gruppe entschied daher, die Eigenlösung durch eine skalierbare B2B-Plattform zu ersetzen, die vom MVP für einen Pilotkunden bis zur späteren Internationalisierung in die Schweiz und nach Frankreich wachsen kann.
„Von Anfang an bestand echtes Interesse an unseren Problemen und das Commitment, gemeinsam die für uns beste Lösung zu finden“
Umsetzung
Bevor ein System implementiert wurde, starteten die Shopmacher mit einer strukturierten Consulting-Phase. In mehreren Workshops legten sie gemeinsam mit der bender gruppe die Grundlage für das Projekt: Vision, MVP-Definition, Auswahl der passenden Commerce- und PIM-Systeme, Datenströme, Workflows sowie Rollen und Zusammenarbeit. Ein zentraler Teil dieser Phase war das Sammeln und Priorisieren konkreter Use Cases, auf deren Basis ein klarer MVP-Scope entstand.
Diese methodische Herangehensweise zahlte sich aus. Statt vorschnell in eine technische Lösung zu investieren, entstand zunächst ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen und den realistischen Projektumfang. „Von Anfang an bestand echtes Interesse an unseren Problemen und das Commitment, gemeinsam die für uns beste Lösung zu finden ”, erinnert sich Steven Klix, stellvertretender IT-Leiter bei der bender gruppe, an die erste Phase. “Das strukturierte Vorgehen hat dabei Sicherheit gegeben. Und nebenbei konnten wir auch noch einige Arbeitsabläufe und Herangehensweisen optimieren.“
Die Systemauswahl: Emporix überzeugt technisch und wirtschaftlich
Nach der Evaluierung verschiedener Lösungen fiel die Wahl auf Emporix – ein modernes, cloud-native aufgebautes Headless-Commerce-System, das die B2B-Anforderungen der bender gruppe nahezu vollständig out-of-the-box unterstützt. Programmieraufwand entstand vor allem bei der vollständigen Eigenentwicklung des Frontends, einschließlich der Abbildung der verschiedenen Abrechnungsmodalitäten. Auch der wartungsarme Betrieb durch die cloud-native Architektur und die integrierte Orchestration Engine für flexible Systemintegrationen sprachen bei der Systemauswahl für die Lösung. Beim PIM-System entschied sich die bender gruppe für Centric PXM. Die Software bot unter anderem die passendste Lösung für die spezifischen Anforderungen des Unternehmens an die Variantendarstellung.
Der MVP-Ansatz: Fokus statt Feature-Creep
Die Definition eines klaren MVP-Scopes war eine der kritischsten Projektentscheidungen. In Phase 1 konzentrierten sich die bender gruppe und die Shopmacher bewusst auf einen einzigen „Kunden Zero“, der mit 50 Standorten und einem auf 800 Artikel begrenzten Sortiment starten sollte – ausschließlich für den deutschen Markt.
Der MVP wurde als geschlossener Shop umgesetzt: Zugänge werden ausschließlich von der bender gruppe vergeben, externe Nutzer können sich nicht selbst registrieren. Da der Shop keinerlei bestehende UX- oder UI-Vorgaben hatte, wurde die komplette Oberfläche von Grund auf neu entwickelt– vom Navigationskonzept bis zur Produktdarstellung.
Neben den grundlegenden Shopfunktionen umfasste das MVP-Setup insbesondere personalisierte Bestellerlisten sowie die Abbildung der Abrechnungsmodalitäten. Ein weiterer zentraler Bestandteil war die Umsetzung von Suchfunktionen über Produktattribute sowie die benutzerfreundliche Navigation über mehrere Ebenen.
Diese Disziplin zahlte sich aus. „Ein klar definierter Scope, der während des MVPs nicht größer wird, hat extrem geholfen, Deadlines einzuhalten“, sagt Robin Fleischer, verantwortlicher Projektmanager bei den Shopmachern. „Teilweise wurden sogar noch Themen gestrichen, da sie für den ersten Kunden nicht benötigt wurden.“
Projektumsetzung: Die Shopmacher als orchestrierendes Bindeglied
Die Entwicklung startete Mitte Dezember 2024. Mit wöchentlichen Jour-Fixes und engen Abstimmungen in der Setup-Phase wurde das Projekt in hoher Taktung umgesetzt. Eine Besonderheit war die Rolle der Shopmacher als zentraler Koordinator zwischen der bender gruppe, Emporix und Centric PXM.
Der offizielle Go-Live erfolgte am 7. Mai 2025 – mit einem graduellen Rollout. Zunächst erhielt ein einzelner Kunden-Account Zugang, um den Shop intensiv zu testen. Danach wurden sukzessive weitere Kunden freigeschaltet.
Ein wichtiger Meilenstein war die Einführung der Produktkataloge Ende Oktober 2025. Sie ermöglichen es, pro Kunde genau zu definieren, welche Produkte sichtbar und bestellbar sind – eine zentrale Anforderung bei großen Kundengruppen.
Die Emporix-Erfahrung: MACH-Partner mit starkem Support
Die Zusammenarbeit mit Emporix war sehr eng und intensiv: „Die Ansprechpartner haben uns jederzeit unterstützt, wenn es mal Probleme gab“, lobt Robin Fleischer. „Auch Feature-Requests wurden akzeptiert, in die Roadmap eingeplant und anschließend zeitnah umgesetzt.“
Auch die Zusammenarbeit mit der bender gruppe selbst verlief ausgesprochen konstruktiv. „Der Austausch war sehr offen und förderlich“, fasst Fleischer zusammen. „Diverse Themen wurden zusammen ausgearbeitet und potenzielle Probleme früh gelöst.“ Sabine Götz, Lead Consultant New Business und Board Member der Shopmacher, ergänzt: “Vom ersten Gespräch bis zum Go-Live ist gerade einmal ein halbes Jahr vergangen – das zeigt, was möglich ist, wenn alle Parteien konzentriert zusammenarbeiten und Entscheidungen schnell getroffen werden.”
Ergebnis
Sortimente und Berechtigungen sind klar gesteuert und die Prozesse wurden spürbar verschlankt. “Was wir in den ersten zwölf Monaten gemeinsam erreicht haben, kann sich sehen lassen”, sagt Andreas Berndt, IT-Leiter der bender gruppe. “Die Rückmeldungen unserer Kunden sind positiv, intern funktionieren die neuen Prozesse gut und damit ist der neue Shop ein Gewinn für alle Seiten. Unsere digitale Richtung ist klar und es war gut, diesen Weg gemeinsam zu gehen.”
Mit der neuen Architektur hat die bender gruppe eine solide Grundlage für den weiteren Ausbau geschaffen. Ein Retainer stellt sicher, dass Weiterentwicklungen kontinuierlich umgesetzt werden. Dafür wollen die Shopmacher gemeinsam mit der bender gruppe auch in die Praxen vor Ort und beobachten, wie man das Praxispersonal im Alltag noch besser unterstützen kann – ein wichtiger Baustein, um die User Experience im Alltag weiter zu verbessern.
Schon heute ist klar: Die Vision einer internationalen B2B-Plattform gewinnt für die bender gruppe zunehmend an Bedeutung. 2026 sollen Kunden noch mehr Komfort und Transparenz erhalten. Alles, was dazu beiträgt, wird die nächsten Meilensteine bestimmen.
STECKBRIEF
Kunde:
Ergebnis:
Web:
Leistungs-Bausteine:
- Consulting & Systemauswahl
- Konzeption & Scoping
- Umsetzung Shop (Emporix)
- PIM-Beratung (Centric Software)
- Projektmanagement & Koordination
Technologien:
- Commerce: Emporix
- Frontend: Vercel
- PIM: Centric Software
- ERP: Microsoft Dynamics 365 Business Central
- Evaluierung, Architektur und Umsetzung des Shops inkl. PIM innerhalb von sechs Monaten
- Komplexe B2B-Strukturen mit mehrstufigen Kundenorganisationen
- Sortimente pro Standort
- branchenspezifische Abrechnungsmodalitäten
- Fokussierter MVP-Ansatz mit strikter Scope-Disziplin
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