Sechs Vorteile, die ein PIM dem Möbelhandel bietet

Die Qualität der eigenen Produktdaten ist die Grundlage für jede Digitalstrategie. Doch die meisten Möbelhersteller und auch viele Möbelhändler haben hier noch Nachholbedarf - häufig ohne davon selbst zu wissen. "Wir haben stichprobenartig Möbelhändler und -Hersteller zur Qualität ihres Produktdatenmanagements befragt", erzählt André Roitzsch, Geschäftsführer der E-Commerce-Agentur Shopmacher. "Dabei zeigte sich: Den meisten Unternehmen ist noch gar nicht bewusst, dass sie hier ein Problem haben.” Erst mit zunehmendem Digitalisierungs-Reifegrad würden die Unternehmen langsam verstehen, wo sie im Produktdatenmanagement noch Lücken haben, so der E-Commerce-Profi.

Eine Product Information Management Lösung (PIM) kann der erste Schritt in die richtige Richtung sein. Wir haben die wichtigsten Vorteile zusammengestellt, die für die Einführung eines PIM sprechen.

Weniger Aufwand ist bares Geld.

1. Weniger Aufwand bei der Produktdatenpflege 

Wer Produktdaten aus mehreren Quellen bezieht, braucht im Zweifel nicht nur eine Ewigkeit, um benötigte Daten zusammenzustellen, sondern erhöht auch die Komplexität bei der Produktdatenpflege. Vor allem, wenn die Anzahl an Produkten und Varianten sehr hoch ist oder das Produktangebot der Zulieferer sehr starken Trends oder technischen Entwicklungen unterliegt, binden regelmäßige Anpassungen Ressourcen. Ein PIM steigert die Geschwindigkeit der Datensammlung, weil es Regeln vorgibt, wie ein Datensatz aufgebaut sein muss. Darüber hinaus lassen sich in einem PIM auf Basis von Produktfamilien Eigenschaften (Attribute) bis auf die unterste Ebene vererben. Dies reduziert signifikant den Pflegeaufwand und stellt sicher, dass innerhalb einer Produktfamilie keine Produktmerkmale vergessen werden und z.B. das schwarze Sofa ausführlicher beschrieben wird als das rote. Zudem lassen sich in einem PIM thematisch passende Produkte (unabhängig von ihrer Produktfamilie) in Kategorien zusammenfassen. Mittels Entitäten (Referenzdaten) kann ein ganzes Paket von passenden Medien und Informationen einer Kategorie oder Produktfamilie zugeordnet werden. Das vermeidet Redundanzen und sorgt für Einheitlichkeit und Übersicht.

2. Datensilos werden aufgebrochen

Zulieferer bieten ihre Produktdaten in unterschiedlichen Formaten und über verschiedene Kanäle an. Diese Daten müssen aufwändig gesammelt (aggregiert), Schreibweisen vereinheitlicht (harmonisiert) und möglicherweise um weitere (eigene) Informationen ergänzt werden. In vielen Unternehmen ist es Usus, dass Abteilungen ihren eigenen Datenschatz horten. Dies führt zu redundanten Daten oder unterschiedlichen Datenständen. Ein PIM bricht diese Datensilos auf, verhindert, dass unterschiedliche Mitarbeiter parallel das Gleiche tun, verhilft zu einer besseren Übersicht und sorgt dafür, dass alle Abteilungen im Unternehmen, darunter zum Beispiel Marketing und Vertrieb, auf den gleichen und stets aktuellsten Datensatz zugreifen können.

3. In jedem Kanal die passenden Informationen

Unternehmen, die mehrere Vertriebskanäle bedienen, müssen häufig jeden Kanal einzeln pflegen - und dies unter Umständen mehrmals am Tag oder in 

der Woche. Denn je Kanal benötigen diverse Zielgruppen andere Informationen oder in anderer Form aufbereitete Informationen. Dies manuell zu steuern und abzugleichen, bedeutet hohen Aufwand. Zeitgesteuerte oder Echtzeit-Exporte aus dem PIM ermöglichen es, genau zu definieren, was in welchen Kanälen ausgespielt werden soll und so viele Kanäle parallel up to date zu halten.

4. Die Customer Experience im Online-Shop steigt

Schleichen sich die falschen Produktinformationen in den Online-Shop, kann dies zu enttäuschten Kunden, Kaufabbrüchen oder signifikant höheren Retourenquoten führen. Im besten Fall geht es nur um die Farbe oder Kleidergröße, die in der Produktbeschreibung anders angegeben wurde. Im schlechtesten Fall, beispielsweise bei Elektronik, können Falschangaben sogar lebensbedrohlich sein (bsw. in technischen Datenblättern oder Bedienungsanleitungen). Mit falschen oder unvollständigen Produktdaten steigt auch die Gefahr, dass der Kunde den Kauf abbricht. Wer die benötigten Daten nicht findet, ist mit einem Klick schnell bei der Konkurrenz mit vergleichbarem Angebot. Und auch der Kundenservice leidet unter hohen Reaktionszeiten, wenn notwendige Informationen nicht gleich gefunden werden. Ein PIM als Single Source of Truth optimiert das zentrale Informationsmanagement. Antworten zu häufig gestellten Fragen oder nachgefragte Daten, die ansonsten interne Kräfte im Support oder Vertriebs-Kapazitäten binden, können dort zentral für alle einsehbar hinterlegt werden. Auch etwaige Informationslücken werden schneller sichtbar, da die entsprechenden Felder im System einfach leer bleiben. Übrigens: Fehlende oder mangelhafte Produktinformationen können auch eine der Ursachen für hohe Absprungraten oder eine kurze Verweildauer auf den Produktdetailseiten im Shop sein.

5. Schnellere und leichtere Internationalisierung

Sollen mehrere Sprachen abgebildet werden, stoßen ERP-Systeme häufig an ihre Grenzen. Nicht nur, dass verschiedene Währungen und Maßeinheiten abgebildet werden müssen. Auch der Übersetzungs-Workflow kann sehr schnell sehr komplex werden. Hier über den aktuellen Stand, Änderungen und Freigabestatus den Überblick zu behalten, wird mit einer wachsenden Zahl an Daten schier unmöglich. Ein PIM kann hier als Enabler für die Erschließung internationaler und neuer Märkte oder Absatzkanäle fungieren und die Time-to-Market verbessern.

6. Bessere Freigabeprozesse

Häufig sind die Workflows zur Datenpflege nicht eindeutig geregelt: Wer macht was, wann und vor allem, wer entscheidet, welche Info korrekt ist und gibt diese frei? Gerade wenn es um Sicherheitsdatenblätter oder Lebensmittelangaben geht, ist auch wichtig, dass dokumentiert wird, auf welcher Basis wann was von wem geändert wurde. Ein PIM bietet die entsprechenden Funktionalitäten, um diese internen Prozesse zu steuern und zu optimieren. Abstimmungen entfallen und Rollen sowie Verantwortlichkeiten sind klar geregelt.

Sind Sie unzufrieden mit ihren Produktdaten? Vereinbaren Sie mit uns einen unverbindlichen Beratungstermin auf der Möbelmesse MOW vom 19. bis 23. September in Bad Salzufflen. 

Sie finden uns in Halle Halle 12, Stand 21, “360GradPlaza”.
Shopmacher Möbelwochen:

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